JVD Open / Kings of Archery (NL)

Am Wochenende des 17. und 18. November 2018 fand in Eindhoven (NL) das mittlerweile sehr beliebte „Kings of Archery“ Hallenturnier statt – ein internationales Preisgeldturnier, welches dieses Jahr einen zusätzlichen Namen erhielt. JVD Open war die Überschrift des Banners und suggerierte bereits die Vergrößerung des Events. Aufgrund der hohen Nachfrage in den letzten Jahren hatte der Ausrichter eine neue Halle gebucht und konnte dieses Jahr noch mehr Teilnehmer zulassen, als in den Jahren zuvor.

Angekündigt waren ca. 700 Teilnehmer auf 76 Scheiben in drei Durchgängen.

Die Halle war gigantisch und wir schossen von der Mitte der Halle aus zu den beiden gegenüberliegenden Seiten. Es gab daher zwei Schießlinien. Eine für die Compound Herren auf der einen Seite und eine für die Recurver und die Compound Damen auf der anderen Seite der Halle. In der Mitte war ein großer Gang für Geräte, Schützen und Zuschauer.IMG_0528

Das Besondere bei diesem Turnier ist, dass insgesamt 3x 60 Pfeile auf eine Spot-Auflage geschossen werden, die SchützInnen aus dem Finale des Indoor World Cups in Las Vegas bekannt sein dürfte.

Die 9 zählt bei den Recurve-Schützen bereits als 10 und die reguläre 10 wird als X gewertet.

Durch diese Zählweise ist es mehreren guten Schützen möglich, 300 Ringe in einem Durchgang zu schießen, solange man mit seinem Pfeil im Gold bleibt. Für Compound-Schützen ist das natürlich nochmal verschärft (Recurve 10 ist hier eine 10 und das X ein X).

Viele Weltklasse-Schützen kamen der Einladung nach und so hat auch ein Amateur die Möglichkeit, bei solch einem Turnier auf der gleichen Scheibe zu schießen wie die Weltelite.IMG_0541

Die Side-Events sind ein weiterer Publikumsmagnet. Am Samstagabend wurde bei „Nerves of Steel“ auf eine Stahlplatte mit Loch geschossen. Dieses Loch war zu Beginn in der Größe der regulären 8 und wurde von Runde zu Runde verkleinert. Jeder Schütze, der sich dafür angemeldet hatte, durfte einen Schuss auf das Loch in der Stahlplatte abgeben. Ging der Pfeil zu Bruch, war der Schütze raus. Traf er, war er weiter drin. Das Publikum bekommt bei diesem Wettkampf ordentlich was zu sehen und die Aufregung für die SchützInnen ist natürlich für alle Zuschauer spürbar.

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Atmosphäre bei den „Nerves of Steel“ 2018

Außerdem gab es an beiden Turniertagen zahlreiche Aussteller, Seminare und „Meet & Greets“ mit den Stars.

Für 70 € Startgebühr bekam man wirklich so einiges geboten und wir wissen seit letztem Jahr, dass es das Startgeld allemal wert ist.

Meine Frau Meike und ich hatten uns mit weiteren Vereinskollegen weit im Voraus angemeldet und einen Startplatz im 3. Durchgang am Samstagnachmittag.

Ich persönlich hatte doch etwas mit der Nervosität zu kämpfen und war sehr aufgedreht. Durch die fehlende innerliche Ruhe schaffte ich leider nur ein durchschnittliches Ergebnis von 273 und 275 Ringen mit 60 Pfeilen. Damit landete ich auf Platz 105/148 für den ersten Tag. Das war echt bitter, aber völlig gerechtfertigt bei der Menge an Top-Schützen. Für den nächsten Tag versuchte ich, mich mit Beruhigungsstrategien ein wenig runter zu bekommen. Atmung und diverse Mentalstrategien halfen mir dabei. Im zweiten Durchgang an Tag 2 konnte ich zuerst Meike in ihrer 3. Qualifikationsrunde etwas coachen, bevor ich mich für meine eigenen 3. Runde vorbereitete.

In der letzten Runde schoss ich unter guten Bedingungen 287 Ringe und war damit auch ganz zufrieden. Damit konnte ich mich noch auf Platz 91/148 Herren puschen.IMG_0543

Meike verpasste leider nur knapp auf Platz 10 mit 4 Ringen Differenz zu Platz 8 das Damenfinale.

Gegen Ende des Turniers gab es für alle Schützen nochmal die Möglichkeit, über ein weiteres Side-Event, die sogenannte „Joker-Round“, ins Finale einzuziehen. Dieser Wettkampf ist losgelöst von den vorherigen Qualifikationsrunden. Alle TeilnehmerInnen geben hier einen Wertungspfeil auf eine Auflage ab. Bei den Recurve-Schützen gilt für die erste Runde: wenn man innerhalb des Goldes bleibt, ist man weiter dabei. Alle anderen sind raus! In der zweiten Runde zählt die reguläre 10. Am Ende gewinnt dann derjenige in seiner Disziplin, dessen Pfeil am nächsten am Zentrum ist. Dieser ist der Joker (9. Finalist) für das reguläre Finale. Ich war leider bereits in Runde zwei raus.

Wir schauten uns nach einiger Wartezeit mit unseren Vereinskameraden dann noch die spannenden, live übertragenen Finals an und holten nach der Siegerehrung unsere Gewinne von der Tombola ab, die noch nebenher lief. Die zwei Tage gingen leider viel zu schnell vorbei.

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Spannung pur im Herrenfinale

Insgesamt war KOA wieder ein tolles, spannendes Turnier, welches wir für das nächste Jahr auf jeden Fall wieder fest einplanen. Einen großen Dank an die Ausrichter und Organisatoren!

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