Deutsche Meisterschaft WA im Freien 2018 in Wiesbaden

Am vergangenen Wochenende, 17.-19.08.2018, fand in Wiesbaden die Deutsche Meisterschaft WA des Deutschen Schützenbundes statt. Die Qualifikation hatte ich trotz eines verhältnismäßig schlechten Ergebnisses bei der Landesmeisterschaft noch erreicht – mein Mann hatte sie trotz eines recht guten Ergebnisses jedoch leider knapp verpasst. Somit fuhr ich alleine zur DM, wurde aber netterweise von meinem Vater gecoacht.

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Die Anreise zur Unterkunft in Mainz verlief gut und wir fuhren am Freitag gleich noch durch zum Platz, um die Registrierung schon mal vorzunehmen und um zu schauen, wie der Platz so ist. Außerdem konnten wir dann ein bisschen bei den Schützinnen und Schützen des Rheinlands schauen, die bereits Freitag antraten. Der Wind war Freitag relativ stark, aber würde laut Wetter App am Samstag und Sonntag geringer sein. Dafür war der Himmel Freitag noch etwas bedeckt und somit waren die Temperaturen im Vergleich zu Samstag und Sonntag angenehmer.

Abends gingen mein Vater und ich mit meiner Vereinskollegin Annika und ihrem Vater noch gemeinsam essen und sprachen noch einige Techniken für die richtige mentale Einstellung durch. Der Tag konnte also kommen… Leider war die Nacht für mich recht kurz, da die Unterkunft recht nah an der Mainzer Altstadt und entsprechend laut war. Auch die fehlenden Jalousien und die hohe Temperatur haben nicht gerade für einen ruhigen Schlaf gesorgt. Als der Wecker am Morgen um 5:45 Uhr klingelte, war das aber alles egal – ich war wach und freute mich auf den Wettkampf.

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Auf Scheibe 48 waren mit mir noch Isabel K., meine Goldfinale-Gegnerin der Hallen DM 2018, und – wie im vergangenen Jahr – Veronika H.-T. Die Probepfeile liefen bereits gut an und ich konnte meine zwischenzeitlich aufkommende Aufregung gut in den Griff kriegen. Mit meiner erster Passe (55 Ringe) war ich sehr zufrieden, daraufhin konnte ich jedoch zeitweise meine Konzentration nicht so ganz aufrecht erhalten und legte zwei 49er Passen hinterher. Etwas mehr positive Energie – und eine Handvoll Goldbären – musste her. Im Anschluss lief es wie am Schnürchen mit 54, 51 und 56. Mit dem Ergebnis der ersten Runde (314 Ringen) war ich schon sehr zufrieden. Jetzt nochmal ein solides Ergebnis im zweiten Durchgang nachlegen und der Platz fürs Finale würde sicher sein. Die Pause war super, nicht zu lang und nicht zu kurz. Es konnte weitergehen. Auch mit meinem Ergebnis des zweiten Durchgangs (307 Ringe) war ich zufrieden, wenn auch die eine 46er Passe extrem unnötig war. Insgesamt habe ich es geschafft, in der Qualifikationsrunde meine persönliche Bestleistung von 621 Ringen zu schießen und bin sehr stolz, dass ich diese Leistung auf der DM abrufen konnte.

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Die Zeit zwischen der Qualifikationsrunde und dem Finale dauerte über 1 Stunde. Ich hatte mir vorgenommen, mich dieses Mal vor dem Beginn des Finales mehr zu pushen bzw. zu aktivieren, da ich im letzten Jahr das Problem hatte, nach der Pause nicht gut reinzukommen. Daher joggte ich kurz ein paar Hundert Meter, machte mich ordentlich warm, ging mein Mentalprogramm nochmal durch… Aber die Energie war irgendwie weg und der Flow kam nicht auf. Ich kriegte mich leider nicht auf den Punkt wieder konzentriert und flog gleich in der ersten Runde gegen eine starke Bianca S. mit 6 – 0 raus. Das war natürlich ein ordentlicher Dämpfer für mich, aber so ist das auf einer DM halt. Man muss durchweg eine solide Leistung zeigen, wenn man am Ende im Gold- oder Bronzefinale stehen möchte. Bianca hat es geschafft und den Einzug ins Bronzefinale gegen Michelle K. geschafft. Im Silber- und Goldfinale standen Elena R. gegen Lisa U.

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Die Matches liefen erst am Sonntag, was aus meiner Sicht für die SportlerInnen und BetreuerInnen organisatorisch sehr ungünstig ist. Erst wartet man nach der Qualifikationsrunde über 1 Stunde auf das Finale, schießt dann ein paar Passen und der eigentlich spannendste Teil wird auf den Folgetag vertagt. Das bedeutet für alle zusätzliche Hotelkosten und einen logistischen Zusatzaufwand im Vergleich zum bisherigen Modus und somit auch dazu, dass viele Sportler beim Gold-/ und Bronzefinale nicht mehr anwesend sind. Andererseits muss ich auch sagen, dass dieser neue Modus mit dem Finale im Herzen von Wiesbaden extrem publikumswirksam ist und eine unglaublich positive Energie für die Finalisten bedeutet.

Die Atmosphäre war, selbst für meinen Vater und mich als Zuschauer, einfach nur genial – eine extra aufgebaute Arena mit Zuschauerrängen, die 70m Scheiben auf dem Bowling Green neben dem Springbrunnen, die Musik, die Moderation, etc. Zu gerne hätte ich auch hier nochmal aktiv mitgemacht… Tja, dann wird wohl 2019 nochmal angegriffen.

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Coach Walter, Annika und Meike

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