Grundeinstellungen für den neuen Hoyt Faktor 

Natürlich freut es einen riesig, wenn der Postbote an der Türe klingelt und man den neuen Bogen in Empfang nehmen darf. Doch leider ist es oft noch ein weiter Weg, bis man mit seinem neuen Bogen auch wieder die Ergebnisse schießt, die man sich vorgenommen hat.

Die Bögen kommen schließlich aus einem Werk und wurden alle gleichermaßen maschienell hergestellt. In diesem Beitrag geht es darum, wie ich meinen Bogen ganz individuell auf mich und meinen Schießstil abgestimmt habe.

Als erstes müssen wir kontrollieren, ob die Wurfarme zum neuen Mittelteil passen und ob wir etwas an den Wurfarmaufnahmen verstellen müssen. Die neuen Hoyt Mittelteile bieten dafür jede Menge Möglichkeiten. Rein theoretisch können bei Hoyt die Wurfarme 3-dimensional verstellt werden. Dazu gibt es eine ausführliche mitgelieferte Beschreibung von Hoyt.

Für eine Überprüfung benötigen wir die Beiter Wurfarmschablonen. Diese werden sowohl am oberen, als auch am unteren Wurfarm im aufgespannten Zustand so nah wie möglich am jeweiligen Ende der Wurfarme montiert.IMG_8254

Nun benötigen wir eine Haltevorrichtung für den Bogen, sodass die Wurfarme nicht berührt werden und sich frei ausrichten können. Wir kontrollieren nun, ob die Sehne mittig durch die Schablonen läuft und ebenso mittig durch das Mittelteil läuft. Ist dies der Fall, können wir zum nächsten Schritt übergehen. Sollte die Sehne auf einer Seite aus der Mitte rauslaufen, müssen wir zunächst feststellen, welche Seite fehlerhaft ist. Dazu befestigen wir beide Schablonen jeweils an einem Wurfarm oben und unten und testen erneut.IMG_8257

Ist der Wurfarm verdreht, können wir dies über die mitgelieferten Zwischenlegscheiben und mit Hilfe der Beschreibung von Hoyt an den Wurfarmtaschen verstellen, sodass wir sogar einen verdrehten Wurfarm wieder ins Lot bekommen 😉

In meinem Fall benötige ich an den Taschen keine Veränderung. Puhhh es kann weitergehen. Es ist gar nicht so einfach den mittigen Verlauf auch noch auf dem Handy per Bild festzuhalten. Auf den Bildern sieht es teilweise so aus, als lief die Sehne nicht mittig. Ihr könnt versichert sein, dass Sie absolut mittig lief.

Jetzt müssen wir den Tiller und das Zuggewicht einstellen. Ich habe mich entschieden, mein erstes Setup wie bei meinem alten Bogen einzustellen und probiere es zuerst mit einem Tiller von 0mm aus. Dieser wird auch von Hoyt empfohlen. Wie genau man den optimalen Tiller ausschießt klären wir ein anderes Mal. Das Zuggewicht kann ich ganz entspannt an den Tillerschrauben einstellen und komme nun bei meiner Ausszugslänge wieder auf 43 lbs. Mit diesem Zuggewicht flogen meine Pfeile vorher am besten. Demnach möchte ich mit dieser Pfundzahl weiterschießen und mein erstes Setup damit ausprobieren. Ob das Zuggewicht bei diesem Bogen auf die Pfeile passt, wissen wir erst nach dem „Rohschafttest“, „Walk Back Test“ und „Seitenversatz Test“

Im nächsten Schritt geht es nun um den Seitenversatz des Buttons (Center). Hierbei wird ein Pfeil aufgelegt und es werden zugleich wieder die Wurfarmschablonen jeweils am oberen und unteren Wurfarm angebracht. Ich lege die Sehne mittig über das Mittelteil und peile den Pfeil entlang. Die Spitze des Pfeils sollte bei einem Rechtshandschützen im Idealfall mittig hinter der Sehne liegen oder maximal eine Spitzenbreite nach links neben der Sehne rausstehen (siehe Bild). Achtung: Dies ist nur das Grund-Setup für die ersten Schüsse. Später im „Walk Back Test“ müssen wir das ganze noch wesentlich genauer einstellen. Haben wir nun also das sogenannte „Center“ auf unsere Pfeile eingestellt, können wir zum nächsten Schritt übergehen.

IMG_8266
Der Pfeil sollte mittig
IMG_8265
bis leicht links neben
IMG_8263
der Sehne auskommen.

Nun kommen wir zu den ersten Schießtests. Wir beginnen mit dem Rohschafttest auf eine sichere Entfernung von 20 Metern……

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